Junge Familie

Kleine Kinder kleine Sorgen, große Kinder große Sorgen? Nicht unbedingt. Diese Themenwelt informiert Sie über Kinderdepressionen, Haustier und Kind, ADHS und wie man Übergewicht beim Nachwuchs vorbeugen kann.

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FAQ

Sie haben eine konkrete Frage zum Themenbereich Hyperaktivität bei Kindern? Mit etwas Glück finden Sie hier bereits die Antwort.

 
  • Was ist ADHS?

    Was ist ADHS?

    ADHS ist die Abkürzung für Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung. Diese Störung ist genetisch bedingt und hat zur Folge, dass Informationen im Gehirn nicht richtig verarbeitet werden. Die Betroffenen werden von einer ständigen inneren Unruhe getrieben, was oft zu Problemen im Alltag führt. Ihre schlechte Konzentrationsfähigkeit ist ebenfalls ein typisches Merkmal. Die Störung kann auch ohne Hyperaktivität auftreten, man spricht dann von ADS.

  • Hat mein Kind ADHS oder ist es einfach nur sehr lebhaft?

    Hat mein Kind ADHS oder ist es einfach nur sehr lebhaft?

    Nicht alle aktiven Kinder müssen gleich ADHS haben. Die Unterscheidung fällt aber oft schwer und es gibt auch eine gewisse Grauzone, in der eine klare Diagnose manchmal nicht möglich ist. Eins ist aber sicher: Eine unentdeckte und unbehandelte ADHS kann Eltern und Kind das Leben schwer machen. Wenn Sie sich also nicht sicher sind, lassen Sie Ihr Kind von einem Fachmann untersuchen. Für eine zuverlässige und umfassende Diagnose untersucht der Arzt die Symptome des Kindes, seine Intelligenz sowie die familiäre Gesamtsituation. Als Faustregel gilt: ADHS-Kinder zeigen die typischen Verhaltensauffälligkeiten häufiger und stärker und über einen längeren Zeitraum als andere Kinder.

  • Was sind die typischen Symptome von ADHS?

    Was sind die typischen Symptome von ADHS?

    Die klassischen Symptome von ADHS sind: Konzentrationsschwierigkeiten, geringe Frustrationsgrenze, ständige Unruhe, Zappeln, schlechte Schulleistungen, Ungeduld, geringes Schlafbedürfnis, extremer Bewegungsdrang, leichte Ablenkbarkeit.

  • Welche Ursachen hat ADHS?

    Welche Ursachen hat ADHS?

    ADHS ist genetisch bedingt und wird vererbt. Oft finden sich in der Familie noch andere Betroffene. Die Störung beruht also nicht auf mangelnder Erziehung, andererseits kann das soziale Umfeld des Kindes die weitere Ausprägung der Krankheit beeinflussen. Die Forschung ist sich bezüglich der genauen Ursachen nicht einig. Sie geht aber davon aus, dass bei ADHSlern die Übertragung von Informationen im Gehirn gestört ist.

  • Sind Medikamente nötig und machen sie abhängig?

    Sind Medikamente nötig und machen sie abhängig?

    Die Gabe von Medikamenten, meist Ritalin, ist sicher nicht immer nötig, kann aber zumindest zeitweise sinnvoll sein. Denn oft ist eine Verhaltenstherapie ohne Medikamentengabe erst gar nicht möglich. Auch viele Kinder selbst empfinden die Medikamente als Erleichterung. Abhängig machen sie aber heutzutage nicht mehr. Als Nebenwirkungen können manchmal Schlafstörungen oder Appetitlosigkeit auftreten, hier ist die Dosierung entscheidend. Ob ein Kind Medikamente bekommen sollte und in welcher Dosis, klären Sie am besten mit Ihrem Arzt.

  • Was gilt es bei einem ADHS-Kind zu beachten? Worauf sollte man in der Erziehung achten?

    Was gilt es bei einem ADHS-Kind zu beachten? Worauf sollte man in der Erziehung achten?

    Zwar wird ADHS nicht durch Erziehungsfehler verursacht, eine konsequente Erziehung kann aber den Umgang mit betroffenen Kindern einfacher machen. Da sich ADHS-Kinder schlecht konzentrieren können, sind klare, kurze Anweisungen der Schlüssel. Außerdem gilt: Je unruhiger das Kind, desto ruhiger sollten die Eltern bleiben, da die Situation sonst schnell eskalieren kann. Empfehlenswert ist es, die Hausaufgaben zu überwachen und das Kind immer wieder anzuspornen. Statt auf ständige Kritik, sollte mehr auf Lob und Belohnung gesetzt werden. Schon Bemühungen des Kindes sollten gewürdigt werden. Strafen sollten klar angekündigt und dann auch unbedingt durchgesetzt werden.

  • Ist ADHS heilbar? Und wie aussichtsreich ist eine Behandlung?

    Ist ADHS heilbar? Und wie aussichtsreich ist eine Behandlung?

    ADHS ist nicht heilbar. Im Erwachsenenalter geht zwar häufig die Hyperaktivität zurück, Betroffene haben aber meist ihr Leben lang mit der Störung zu kämpfen. Deshalb ist eine Verhaltenstherapie, nach Bedarf kombiniert mit Medikamenten, sinnvoll. Ziel der Therapie ist es, den Kindern Verhaltensalternativen beizubringen, auf die sie im Ernstfall zurückgreifen können. Das so erlernte können die Betroffenen ihr ganzes Leben lang anwenden, die Therapie ist daher durchaus langfristig wirksam.

  • Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

    Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

    Einen Königsweg gibt es bei der ADHS-Behandlung nicht. Als am wirksamsten hat sich aber eine Kombination aus Verhaltenstherapie und Medikamentengabe erwiesen. Als Ergänzung dazu können Eltern- und Lehrertrainings sowie Entspannungsübungen, Moto- und Ergotherapie sinnvoll sein. Diäten und andere alternative Therapien haben sich als wenig effektiv erwiesen und können unter Umständen auch schaden. Die optimale Therapielösung für Ihr Kind finden Sie am besten gemeinsam mit einem sachkundigen Arzt. Bei der Arztwahl ist ganz entscheidend, dass dieser ein ADHS-Spezialist ist.

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