Aktiv und gesund in der Lebensmitte

Wie Sie die zweite Lebenshälfte in vollen Zügen genießen, zeigt Ihnen diese Themenwelt. Weitere Themen sind Zahnbeschwerden, Bandscheibenvorfall und Altersdemenz.

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FAQ

Sie haben eine konkrete Frage zum Themenbereich Altersdemenz? Mit etwas Glück finden Sie hier bereits die Antwort.

 
  • Was ist Demenz und was ist Alzheimer?

    Demenz ist der Überbegriff für eine fortschreitende Erkrankung des Gehirns. Alzheimer ist mit Abstand die häufigste Demenzerkrankung. Damit einher gehen Gedächtnis-, Sprach- und Orientierungsstörungen. Außerdem - und das ist der für Angehörige meist schlimmere Teil - ändert sich oft das Verhalten des Erkrankten und er oder sie wird störrisch und feindselig. Die medizinische Ursache der Demenz ist das Absterben von Nervenzellen, die den Botenstoff Acetylcholin produzieren. Der ist wichtig, damit die Informationsübertragung im Gehirn fehlerfrei abläuft. Das Risiko an Demenz zu erkranken steigt mit dem Alter. Ab 60, in frühen Fällen schon ab 50, wird es immer wahrscheinlicher.

  • Woran erkenne ich Demenz?

    Demenz frühzeitig zu erkennen, ist oft schwierig. Denn nicht jeder, der sich mit dem Alter einige Marotten aneignet oder zunehmend schusseliger wird, hat Demenz. Außerdem entwickelt sich die Krankheit meist schleichend über die Jahre. Im Zweifelsfall sollten Sie ärztlichen Rat suchen und sich mit anderen Angehörigen austauschen. Stutzig werden sollten Sie aber auf jeden Fall, wenn das Vergessen von Ereignissen vor allem das Kurzzeitgedächtnis betrifft. Der Betroffene kann sich dann häufig nicht mehr erinnern, was er vor einer Stunde gemacht hat. Oder er verlegt seine Brille nicht nur, sondern vergisst, dass er überhaupt eine Brille trägt.

  • Wie kann man Demenz behandeln?

    Zwar lässt sich Demenz nicht heilen, aber je früher sie erkannt wird, desto besser kann man sie behandeln. Hier gibt es zum einen Medikamente, die Antidementiva, und zum anderen Therapien, die dem Demenzkranken mehr Selbstständigkeit und Lebensqualität zurückgeben können. Dazu gehören Ergotherapie, Milieutherapie, Logopädie, Physiotherapie sowie Musik- und Kunsttherapie und tiergestützte Therapien. Was im Einzelfall die beste Lösung ist, muss ein Facharzt entscheiden.

  • Woran erkenne ich ein gutes Heim?

    Zuerst einmal: Das beste Heim für Altersdemente muss nicht zwangsweise das teuerste sein. Auch Ratings verraten nicht wirklich viel über den Alltag der Heimbewohner. Treffen Sie eine Vorauswahl und schauen Sie sich die Gegebenheiten vor Ort an. Das Pflegepersonal ist das A und O. Wenn Sie merken, dass man sich schon jetzt keine Zeit für Sie nimmt und Sie abwimmelt, seien Sie skeptisch. Wichtig ist auch, dass das Heim auf Demenzerkrankungen ausgerichtet ist und Gruppenaktivitäten anbietet. Es sollte einen strukturierten Tagesablauf geben und Sie als Angehörige sollten unbedingt in die Betreuung mit eingebunden werden.

  • Wie erleben Demenzkranke die Krankheit?

    Das lässt sich schwierig sagen. Fest steht, dass die Wahrnehmung je nach Stadium der Demenz eingeschränkt ist. Oft wird berichtet, dass Emotionen das einzige sind, was ein Demenzkranker noch gut wahrnehmen und äußern kann. Aber: Der Demenzkranke kriegt oft noch mehr mit, als man denkt. Besonders wichtig ist deshalb auch, auf eine richtig eingestellte Schmerztherapie zu achten, weil die Betroffenen sich nicht mehr so gut äußern können.

  • Kann eine "billige" Aushilfe meinen demenzkranken Angehörigen betreuen?

    Tatsächlich greifen viele Deutsche aus finanziellen Gründen auf diese, meist illegale, Möglichkeit zurück. Doch gerade für Demenzkranke sind derartige Aushilfen oft unzureichend ausgebildet und können viel Schaden anrichten.

  • Habe ich Anspruch auf Leistungen der Pflegeversicherung?

    Das hängt davon ab, wie selbstständig der zu Pflegende noch ist und wie viel Zeit die Pflege in Anspruch nimmt. Die Krankenkasse des Demenzkranken berät Sie individuell. Informieren Sie sich auch unter: zur Online-Beratung

  • An wen kann ich mich wenden, wenn ich Fragen zur Pflege habe?

    Sie können sich jederzeit an die "Pflege in Not"-Hotline unter 030/ 69598989 wenden. Ansonsten können Ihnen Selbsthilfegruppen in Ihrer Nähe helfen. Auf der Webseite pflegen-und-leben.de gibt es kostenlose Online-Beratung für Angehörige. Im Ratgeber finden Sie außerdem nützliche Links und Literaturempfehlungen.

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